(Brand Strategy)

Sarah Helm

(Vita)

Einen geradlinigen Lebenslauf sucht man bei Sarah vergeblich. Ihre beruflichen Stationen sind so vielfältig wie die Geschichten, die sie von unterwegs mitgebracht hat: Von Eventmanagement über Dokumentarfilm, Parfümerie und Anwaltsbüro hat sie die Neugier immer wieder in neue Welten getrieben. Auch nach Brüssel ins Herz der europäischen Politik und später nach Frankreich, wo sie ein kleines Château als Kulturzentrum mit Chambre d’hôte geleitet hat. Hier entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Tourismus und ein Gespür dafür, wie entscheidend das Gleichgewicht zwischen Gästebedürfnissen und unternehmerischer Vision ist. 2014 führte sie ihr Weg nach Österreich. Wieder ein Schloss, diesmal als Tourismus-Chefin. Wieder eine neue Perspektive.

All diese Erfahrungen, die man nicht in Büchern findet, bringt sie bei Solid & Bold zusammen und verwandelt sie in Markenstrategien, Stories und Gästeerlebnisse, die in Erinnerung bleiben.

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Vita Auf einen Drink mit der Brand Strategin
(Interview)

Auf einen Drink mit der Brand Strategin

(01)

Welche Kleinigkeit in deiner Arbeit unterschätzen die meisten?

Die meisten unterschätzen, wie viel Gewicht einzelne Worte in der Markenstrategie oder Story haben. Wir wählen hier immer jedes Wort bewusst aus, weil es eben einen Unterschied macht ob im Text „gut“ oder „nicht schlecht“ steht. Klang, Subtext und das ausgelöste Gefühl verändern sich je nach Wort. Bei manchen Konzeptionsrunden, wo Synonyme hin und herfliegen, würden Außenstehende uns vermutlich für verrückt halten.

(02)

Was hast du erst auf Umwegen über dich verstanden?

Das strukturiertes Denken und Organisationstalent auch eine Superpower sind. Oft wird das als Standard abgetan, dabei merkt man erst wie wichtig es ist wenn es fehlt und z.B. das Projekt nicht rund läuft oder Dinge nicht fertig gedacht werden. Hier hat es die erstmal »unsichtbare« Arbeit des Strukturierens, Planens und Durchdenkens mit allen Konsequenzen nicht immer leicht. Wie viel Wert das hat und dass das mein Talent ist, habe ich erst spät verstanden, weil es nicht so offensichtlich ist, wie z.B. ein künstlerisches Talent.

(03)

Wo findest du Inspiration, wenn du gerade nicht danach suchst?

Überall! Egal wo ich bin und was ich mache, die Inspiration verfolgt mich. Das Gehirn arbeitet ja weiter, auch wenn man sich gerade nicht mit einem speziellen Thema beschäftigt. Und plötzlich kommt der Geistesblitz, unter der Dusche, in einer Ausstellung oder beim Blättern in der Zeitung.