Wahrscheinlich der LEGO-Bauplatz im Wohnzimmer meiner Oma. Kein Auftrag, kein Briefing und kein Budget, dafür aber viel Zeit! Was ich aber wirklich als kreatives Training bezeichnen würde. Fußball! Mit 4 Jahren angefangen, bis heute dabei. Weil Fußball eines verlangt, was gerne unterschätzt wird: Man muss dauernd kreativ sein. Neue Situationen erfordern neue Lösungen und zwar schnell. Bis heute also mein unbezahlter Kreativ-Nebenjob. Nicht nur weil ich den Kopf anstrengen muss, sondern auch, weil ich ihn dabei komplett abschalten und gleichzeitig neue Energie für den Alltag tanken kann.
Genaue Struktur. Immer! Mein innerer Monk lässt mich gar nicht anders.
Ich kann mit einer groben Skizze starten. Aber nur so lange, bis ich mir daraus selber eine saubere Struktur gebaut habe. Was andere als »flexibel« oder »offen« bezeichnen würden, ist für mich einfach ein Zwischenzustand, der sich dann natürlich auch nochmal verändern kann. Beim Basteln von Präsentationen führt das gerne auch mal zu pixelgenauen Rastern. Nicht, weil ich es nicht anders kann. Sondern weil Ordnung und Struktur für mich keine Einschränkung sind, sondern eine Voraussetzung.
Zuerst still tüfteln. Dann laut denken!
Ich bin nicht die Person, die beim ersten Stichwort schon mit der optimalen Lösung um die Ecke kommt. Und das ist glaube ich auch gut so für mich. Wenn ich ein neues Projekt oder eine neue Aufgabe vor der Nase habe, brauche ich einfach einen kurzen Moment, um mich einzulesen und um kurz zu schauen, was da eigentlich auf mich zukommt. Schon im Bachelorstudium an der FH Wieselburg haben mir meine Kolleg:innen (bewusst oder unbewusst) irgendwann diese kurze, aber goldwerte Orientierungszeit gelassen. Hoffentlich hat sich das für alle Beteiligten auch ausgezahlt.