(Konzept, Text)

Katharina Zimmermann

(Vita)

Abwechslung und Kulissenwechsel prägen Katharinas Leben. Irgendwann studierte sie mal Italienisch und Spanisch auf Lehramt – am Ende hatte sie ein Diplom in Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften in der Hand. Davor, dazwischen und danach wurde immer wieder über den Tellerrand geschaut: In Spanien, England, Hamburg und Paris tauchte sie in fremde Sprachen und Kulturen ein, denn das Reisen macht den Horizont weit und dehnt die Komfortzone.

Hinzu kam die Gründung eines eigenen Reisebuchverlags, eines Onlinemagazins und eines Reflexionsjournals und die Ausrichtung von Retreats. An der FH unterrichtet sie Inspiration und ansonsten ist Katharinas Neugierde endlos. Das beweist sie immer wieder, indem sie sich in Nuancen, Tonalitäten und Konzepte für allerlei Kund:innen bis ins letzte Detail hineindenkt. Sie liebt alte Bahnhöfe, schöne Bücher, schlechte Wortspiele, italienische Rubbellose und das Meer.

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Vita Auf einen Drink mit der Konzepterin und Texterin
(Interview)

Auf einen Drink mit der Konzepterin und Texterin

(01)

Was würdest du gern besser können, obwohl du es vermutlich nie brauchen wirst?

Ich lerne mal mehr mal weniger leidenschaftlich sowohl Jiddisch als auch Swahili auf Duolingo. Bei Jiddisch fasziniert mich die Schrift und wie schnell man sich eigentlich doch an ein neues System gewöhnen kann. Außerdem ist es spannend, welche Wörter mich doch in irgendeiner Form an Deutsch erinnern. Mit Swahili bin ich mit dem Konig-der-Löwen-Vokabular gestartet und habe vor allem erfahren, dass man Sprache auch ganz anders interpretieren kann. Das hat zwei widersprüchliche Auswirkungen: Es stimuliert mich, einmal anders zu denken und befreit mich gleichzeitig, da ich merke, wie klein das Denken in nur einer Sprache doch ist.

(02)

Welches berufliche Problem findest du heimlich ziemlich spannend?

Dass unsere Arbeit so viel mit Übersetzen zu tun hat. Und damit meine ich nicht von einer Sprache in die andere, sondern von einer schwammigen Vorstellung in etwas Konkretes, von herumschwirrenden Ideen in eine geerdete Strategie. Von einer handfesten Strategie in ein kreatives Konzept und von einem Konzept in die unterschiedlichen Disziplinen – Sprache, Design, Fotografie, Illustration. Oft stößt man sich daran und ist vielleicht auch genervt, dass diese Übersetzung nicht reibungslos funktioniert. Aber genau hier liegt für mich die Magie.

(03)

Was ist ein unterschätzter Ort für gute Ideen?

Das unterwegs Sein. Eigentlich ziemlich jeder Ort außer der Schreibtisch. Die besten Ideen kommen mir im Dazwischen. Das kann beim Yoga sein, beim Radfahren, vorm Einschlafen, unter der Dusche oder aber auch im Zug, wenn die Welt an einem vorbeizieht. Bewegung ist der Schlüssel, warum nicht einmal eine Runde spazieren gehen und dabei Ideen hin und her schupfen? Das hat in meiner Erfahrung oftmals mehr gebracht, als die 100. Variante von etwas in einem Word Dokument niederzuschreiben.