Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dieser Satz gilt sogar wortwörtlich. Bilder funktionieren ohne Sprache und ohne Übersetzung, in manchen Fällen weltweit.

Als Bildwelt ist dabei die Gesamtheit aller Bilder zu verstehen, die im Kontext einer Marke auftauchen. Dazu gehören alle Ihre selbst erstellten exklusiven Bilder (z.B. über Fotoshooting), oder die von Ihnen erworbenen, meist lizenzfreie Bilder (von Bildagenturen, Stock-Material …).

Den anderen Teil Ihrer Bildwelt machen die Bilder aus, die Kunden von Ihren Produkten, Aktivitäten oder Leistungen machen. Diese können Sie zwar nur indirekt mitgestalten, indem Sie zum Beispiel gestaltete Plätze schaffen, die dazu einladen, fotografiert zu werden, also fototauglich sind – trotzdem machen diese aber in der Gesamtheit einen beachtlichen Teil der Bilder aus (Social Media, Vertriebsplattformen etc.). Grund genug, sie in die Planung miteinzubeziehen.

Mit Plätzen, an denen sich Ihre Gäste gerne fotografieren lassen, können Sie ihre 'indirekte' Bildwelt beeinflussen

Viele Produkte und Services sind heute in ihren Eigenschaften schlicht austauschbar geworden. Nur durch die Marke, die vor allem die Emotionen der Menschen anspricht, sind diese Produkte im Wettbewerb unterscheidbar. Bilder spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie können die Werte einer Marke (z.B. Qualität, Hochwertigkeit) sozusagen »auf den ersten Blick« vermitteln. Außerdem eignen sich Bilder hervorragend, um den Nutzen für den Kunden auf erzählerische Art näherzubringen. 

Abb. 1: Wettbewerb, Trends, Zielgruppen und Ihre Marke wirken auf Ihre Bildwelt

Das Fundament für die Entwicklung einer Bildwelt ist wie immer die Markenidentität des jeweiligen Unternehmens und der kreative Leitgedanke. Darüber hinaus beeinflussen auch Trends, Zielgruppen und die Abgrenzung zum Wettbewerb das Konzept der Bildwelt. Ein eigener und markentypischer Bildstil wird entwickelt, um sich klar von den Mitbewerbern abzugrenzen und die Wiedererkennung der Marke zu stärken – sowohl nach außen (Kunden, Partner, Zulieferer) als auch nach innen (Mitarbeiter).

Eine richtig geplante Bildwelt spart Zeit und Geld

Eine richtig geplante Bildwelt sichert aber nicht nur einen konsequenten und zielgerichteten Markenauftritt, sondern spart auch Zeit und Geld: Alle Beteiligten sollen sich bei der Bildbeschaffung (Bildeinkauf, Fotoshooting) an diesen festgelegten Prinzipien orientieren und müssen so nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Spätestens bei der Planung eines Fotoshootings wird klar, wie entscheidend diese Prinzipien für das Ergebnis im Sinne Ihrer Marke sind. Der Ablauf ist maßgeblich bestimmt durch die vorher definierten Parameter Ihrer Bildwelt. 

Die Vorteile liegen auf der Hand – mit einer eigenen Bildwelt sind diese:

Markentypisch

Bilder werden immer wichtiger, um die Identität einer Marke einfach, emotional und – in Zeiten minimaler Aufmerksamkeitsspanne – effizient zu vermitteln. »Beschleunigt durch die digitalen Medien verbreitet sich eine neue visuelle Kultur. Kommunikation wird immer öfter ans Bild statt ans Wort gebunden.«¹ Bilder werden leichter entschlüsselt und ihre Information schneller aufgenommen als dies mit der Darstellung von Text gelingt. Im Kontext einer Bildwelt zeigen Bilder unmittelbar, wofür eine Marke steht und welche Werte sie transportiert.

Identifikationsstiftend

Ehrlich und emotional ansprechend: Nicht nur Kunden, auch Mitarbeiter identifizieren sich besser mit dem Unternehmen, wenn es eine konsequente Erscheinung einhält.

Differenzierend

Durch konsequente Definition von Bildinhalt und Bildstil entstehen merkbare Markenwelten, die der Austauschbarkeit in der Bilderflut entkommen. Die Markenwahrnehmung steigt u.a. mit ihrer Wiedererkennung.

Effizienz

Die Festlegung bestimmter Leitfäden spart Zeit und Geld für alle Beteiligten: Mitarbeiter, Agenturen, Fotografen etc.. Ständige individuelle Neuentwürfe und Freigabeprozesse entfallen.

Professionell

Durch konsequente Definition von Bildinhalt und Bildstil entstehen merkbare Markenwelten, die der Austauschbarkeit in der Bilderflut entkommen. Die Markenwahrnehmung steigt u.a. mit ihrer Wiedererkennung.

Effizienz

Die Festlegung bestimmter Leitfäden spart Zeit und Geld für alle Beteiligten: Mitarbeiter, Agenturen, Fotografen etc.. Ständige individuelle Neuentwürfe und Freigabeprozesse entfallen.

Gelungene Bildwelt Beispiele

Bildwelt Hotel Wiesler Graz
Bildwelt The Wolseley London
Bildwelt Coca-Cola
Bildwelt Bang & Olufsen
Bildwelt Gasthaus Reichhalter, Südtirol

Hoteliers only

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Bilder eigenständig und markentypisch sind, helfen Ihnen eventuell folgende zwei Fragen weiter:

  • Ist die Bildwelt Ihrer Marke eigenständig und wiedererkennbar?
  • Gibt es ein klares Verständnis darüber, wie Menschen, Orte und Dinge gezeigt werden sollen?

Gerade in der Hotellerie müssen die eigenen Bilder in einem visuell übersättigten Umfeld bestehen. Sie sind oft neben dem Text der einzige Hinweis auf die Marke. Auf Buchungs- und Bewertungsplattformen wie z.B. booking.com, HRS, Tripadvisor oder Airbnb, müssen Bilder in nur einem Bruchteil von Sekunden Ihre Botschaft übermitteln und der Sehgewohnheit der anvisierten Zielgruppe entsprechen.

Eigens erstellte professionelle und stilprägende Fotos sind sicherlich nicht günstig, aber trotzdem eine gute Investition. Sie können in sämtlichen Kommunikationsaktivitäten von Social Media über Buchungsplattformen bis zur PR für die notwendige Wiedererkennbarkeit sorgen. Sie können auch dort Ihre Werte und Leistungsversprechen emotional transportieren, wo weder Ihrem Logo noch anderen Markenelementen Platz eingeräumt wird.



Photo by Bruno van der Kraan on Unsplash
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Abb.1: Baetzgen, A.: Brand Design Strategien für die digitale Welt, Stuttgart
² Baetzgen, A.: Brand Design Strategien für die digitale Welt, Stuttgart , S. 70

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